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Fragen und Antworten

Sie möchten mehr über Ihre Trinkwasserversorgung wissen, dann finden Sie hier Antworten - kurze, wenn Sie es eilig haben und ausführliche, wenn Sie hierfür etwas mehr Zeit mitbringen.

 

Habe ich Bleirohre?

Unser Trinkwasserrohrnetz ist von jeher bleifrei. Trotzdem gibt es in Greifswald noch bis zu 100 Hausanschlussrohre und eine unbekannte Anzahl alter Gebäude mit Hausinstallationen aus Blei.
Wenn Sie mehr Klarheit wünschen, dann fragen Sie doch einmal Ihren Hausbesitzer oder Verwalter nach dem Material Ihrer Rohre. Oder lassen Sie das Wasser in einem akkreditiertem Labor (z.B. Industrie- und Umweltlaboratorium Vorpommern GmbH) auf Blei untersuchen.

 

Braunes Wasser, was ist zu tun?

Ihr Wasser weist eine bräunliche Färbung auf? Das kann zwei Ursachen haben: Bei Arbeiten am Rohrnetz oder der Hausinstallation wird das Wasser meist abgestellt. Die Folge: Wasser steht in den Leitungen. Werden die Leitungen wieder angeschlossen und das Wasser mit 3,5 bis 4,5 bar durchgeleitet, können sich Spuren von Rost von den Innenwänden lösen. Diese Rostflocken lagern sich normalerweise an den Innenseiten ab, werden aber bei Änderungen der Fließrichtung mitgerissen.
Das Problem lässt sich leicht beheben. Lassen Sie das Wasser einen Augenblick laufen, dann klärt es sich.

 

Woran erkenne ich einen Defekt in der Hausinstallation?

Eine defekte Leitung erkennen Sie spätestens, wenn Wasserschäden an Decke und Wänden sichtbar werden.
Stellen Sie das Wasser ab! Begrenzen Sie den Schaden!

 

Ist das Greifswalder Trinkwasser radioaktiv belastet?

Nein. In allen Wasserwerken der Wasserwerke Greifswald GmbH wird der Richtwert der Trinkwasserverordnung unterschritten.

 

Gibt es Uran im Greifswalder Trinkwasser?

Aktuelle Messergebnisse zur Konzentration des Schwermetalls Uran belegen, dass in den Greifswalder Wasserwerken der Grenzwert der Mineral- und Tafelwasserverordnung von 2 Mikrogramm pro Liter bis um das 10-fache unterschritten wird. Das Greifswalder Trinkwasser ist für die Herstellung von Säuglingsnahrung geeignet.

 

Druckabfall! Filter verstopft?

Wenn Ihre Hausinstallation dem aktuellen Stand der Technik entspricht, passiert das ins Haus fließende Trinkwasser hinter dem Wasserzähler einen so genannten Feinfilter. Durch ihn sollen Partikel wie Sand oder kleinste Partikelablagerungen aus den Rohrleitungen zurückgehalten werden. Andernfalls können sich die Partikel in der Installation ablagern und zur Korrosion führen, die Dichtungen in den Armaturen beschädigen oder das Wasser eintrüben. Bei den Filtern gibt es grundsätzlich zwei Ausführungen: rückspülbare und nicht rückspülbare Filter, die entweder alle 2 Monate gespült (rückspülbare Filter) oder alle 6 Monate gewechselt (nicht rückspülbare Filter) werden müssen, damit es nicht zum Druckabfall in der Hausinstallation kommt oder die Beschaffenheit des Trinkwassers beeinträchtigt wird.

HINWEIS:
Die Reinigung der Filter kann nicht durch den Entstörungsdienst der Wasserwerke Greifswald GmbH vorgenommen werden, da sich diese im Bereich des Hauseigentümers befinden. Daher empfehlen wir in solchen Fällen die Beauftragung eines Installateurunternehmens durch den Hauseigentümer. Durch eine regelmäßige Wartung werden viele Fehlfahrten unseres Entstörungsdienstes vermieden, dem somit mehr Zeit zur Abwendung von Gefahren durch Rohrschäden zur Verfügung steht.

 

Darf ich den Potentialausgleich an der Wasserleitung des Wasserhausanschlusses anschließen?

In früheren Jahren diente das metallene Rohrnetz der Wasserwerke Greifswald GmbH häufig als Erder für Elektro-, Antennen-, Blitzschutz- und sonstige elektrische Anlagen in Gebäuden. Seit dem 1. Oktober 1990 ist dies nicht mehr zulässig.

Bei Erneuerung von Hausanschlussleitungen wird die bisherige metallene Rohrleitung durch eine heute gebräuchliche Kunststoffleitung ersetzt, so dass eine vorhandene direkte Erdung der elektrischen Anlagen ggf. unterbrochen wird.

Es ist deshalb erforderlich, eine hauseigene Erdungsanlage zu errichten und diese mit allen metallenen Rohrleitungen des Hauses und dem Schutzerder des Hausanschlusses zu verbinden (Potentialausgleich gemäss DIN VDE 0100-410 und DIN VDE 0100-540). In neuen Gebäuden müssen nach DIN Fundamenterder bei der Errichtung eingebaut werden, die für Erdung und Potentialausgleich Verwendung finden. Die Wirksamkeit der Schutzmaßnahme für Ihre elektrische Anlagen ist nur gewährleistet, wenn die Elektroinstallation nach den heutigen Vorschriften ausgeführt ist. Sollte dies nicht der Fall sein, so kann bei einem Fehler in der Installation oder durch ein schadhaftes Gerät eine lebensgefährliche Berührungsspannung auftreten.

Da der Wasserwerke Greifswald GmbH der Zustand Ihrer Anlagen nicht bekannt ist, empfehlen wir Ihnen vorsorglich die Überprüfung Ihrer Installation durch eine zugelassene Elektro-Installationsfirma. Falls erforderlich, beauftragen Sie diese, Ihre Anlagen auf den neuesten technischen Stand zu bringen (z.B. durch Einbringen eines Tiefenerders, einer Potentialausgleichsschiene oder Errichtung einer Antennenerde).