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Warum werden die Energiepreise ständig erhöht?

Die Stadtwerke Greifswald beschaffen Erdgas und Strom am Energiemarkt und sind somit an die allgemeine Großhandelspreisentwicklung gebunden. Da in den zurückliegenden Jahren eine allgemeine Rohstoffpreiserhöhung für fossile Energieträger zu verzeichnen ist, schlägt sich dies auch auf die Beschaffungskosten nieder. Gründe für die Preisentwicklung sind zum einen der weltweit gestiegene Energiebedarf und zum anderen die Verknappung der vorhanden Ressourcen.

Zusätzlich ist seit der Liberalisierung 1998 der Anteil staatlicher Belastungen von rd. 25 Prozent auf rund 40 Prozent am Strompreis gestiegen. Der gesetzlich vorgeschriebene Bezug von erneuerbaren Energien (EEG) hat sich mit Beginn seiner Einführung für Kunden der Stadtwerke Greifswald von rd. 0,2 ct/kWh auf rd. 1 ct/kWh verfünffacht. Dies liegt unter anderem an der stetig steigenden Abnahmequote für Erneuerbare Energien, welche von anfänglich rd. 3 Prozent auf zur Zeit rd. 18 Prozent gestiegen und in der Strombeschaffung ca. das Doppelte teurer ist. Im begrenzten Maße können die Stadtwerke Greifswald durch das vorhandene eigene Kraftwerk der Preisentwicklung im Wärme- und Strombereich nach oben entgegenwirken. Dies kann aber natürlich nur angepasst an die vorhandenen Kosten erfolgen, in denen insbesondere die Brennstoffkosten für Erdgas berücksichtigt werden, da im Kraftwerk „Am Helmshäger Berg“ die Wärme- und Stromerzeugung zu 99 Prozent auf Erdgasbasis erfolgt.

In Deutschland ist der Erdgaspreis an den schweren und leichten Heizölpreis gekoppelt, damit verändert sich im gleichen Verhältnis der Fernwärmearbeitspreispreis. Die Fernwärmeverträge beinhalten Preisgleitformeln, welche die Schwankungen des schweren und leichten Heizöls berücksichtigen.

Im folgenden Diagramm ist die Entwicklung des Fernwärmearbeitspreises der Stadtwerke Greifswald gegenüber dem Heizölpreis dargestellt.

Fernwaerme

Eine Übersicht über die Gaspreise in Vergleich zu den Ölpreisen (Reverenzpreise als Durchschnittsmittel von 6 Monaten) gibt die unten stehende Grafik.

Gaspreisentwicklung