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BDEW-Strompreisanalyse Sommer 2008:

+++Steuern und Abgaben sowie Beschaffungskosten Ursachen für steigende Strompreise+++

Juli 2008. Die Strompreise für Haushalte sind seit Januar 2008 im Bundesdurchschnitt nur gering gestiegen. Nach einer Berechnung des Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) liegt der Anstieg bis einschließlich Juli bei 1,3 Prozent. Gegenüber Juli 2007 beträgt der Preisanstieg gut sechs Prozent. Der BDEW berechnet den Strompreis für einen Musterhaushalt mit einem Jahresstromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden (kWh). In den Durchschnittspreis fließen sowohl die Preise der Grundversorgung als auch die der Produkte ein. Der Durchschnittspreis für den Musterhaushalt beträgt aktuell 63,15 Euro/Monat.


Für den Grundversorgungstarif local energy classic zahlen die Greifswalder derzeit (2008) bei den Stadtwerken 63,26 Euro/Monat und für local energy aktiv, dem Angebot mit 1 jähriger Vertragsbindung  nur 61,31 Euro/Monat.
 


Staatslasten auf hohem Niveau
Die Berechnungen des BDEW zeigen, dass sich die so genannten Staatslasten weiterhin auf hohem Niveau bewegen. Der Staatsanteil bei den Haushalten beträgt 40 Prozent. In diesem Jahr werden die Kunden mit ihrer  Stromrechnung voraussichtlich rund 14 Milliarden (Mrd.) Euro für Stromsteuer, Abgaben nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz sowie dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz und der Konzessionsabgabenverordnung bezahlen müssen. Dies entspricht einer Versechsfachung der Belastung von 1998.

Die Entwicklung der Haushalts- und Industriestrompreise verläuft in diesem Jahr unterschiedlich. Während die Strompreise für die Haushalte seit Januar um 1,3 Prozent gestiegen sind, haben sich die Industriestrompreise um 16 Prozent nach oben bewegt. Gründe dafür sind nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vor allem die gestiegenen Beschaffungskosten sowie die staatlichen Steuern und Abgaben. Die Staatslasten werden 2008 rd. 14 Mrd. Euro betragen und damit etwa 700 Mio. Euro höher als im Vorjahr liegen.


Die unterschiedliche Entwicklung der Strompreise für Haushalte und Industrie resultiert aus den unterschiedlichen Beschaffungszeiträumen und -verträgen. Während der Strom für die Haushalte in der Regel in einem Zeitfenster von etwa sechs bis 18 Monaten vor Beginn des jeweiligen Kalenderjahres eingekauft wird, erfolgt die Beschaffung bei Industriekunden in der Regel zeitnah zum Vertragsabschluss. Da die Börsenpreise an der EEX in den letzten Monaten gestiegen sind, ergibt sich eine unterschiedliche Entwicklung der Strompreise für Haushalte bzw. Industrie.

Strompreis für Haushalte

Entwicklung der Energiepreise für Haushalte

Mit freundlicher Genehmigung des BDEW: