Gasheizungen
+++ Brennwert +++ Heizsystem +++ Kesselleistung +++Montage +++ Niedertemperaturgeräte +++ Warmwasserbevorratung +++ Zirkulationsleitung
Was verbirgt sich hinter dem Begriff „Brennwert“?
Der Energiegehalt von Brennstoffen wird mit zwei Messgrößen bewertet, dem Heizwert und dem Brennwert. Mit dem Heizwert wird die „fühlbare Wärme“ bezeichnet, die im Brennstoff enthalten ist. Darüber hinaus enthält der Brennstoff aber auch „versteckte Wärme“. Der gesamte Wärmeinhalt eines Brennstoffs, also die Summe aus „fühlbarer Wärme“ und „versteckter Wärme“ wird als Brennwert bezeichnet.
Welches Heizsystem sollte installiert werden?
Durch den Gesetzgeber sind bei Gasheizungen mindestens Niedertemperaturgeräte vorgeschrieben. Bei der Installation von Brennwertgeräten wird zusätzlich auch noch die Wärme der Abgase (Kondensationswärme oder versteckte Wärme) genutzt. Dadurch wird der Nutzungsgrad der Anlage erhöht.
Welche Kesselleistung ist erforderlich?
Altanlagen sind oft überdimensioniert, da im Laufe der Zeit die Wärmedämmung am Gebäude verbessert wurde. Die optimale Kesselleistung sollte der Heizungsfachmann berechnen. Je nach Gebäudetyp ist der Wärmebedarf eines Hauses unterschiedlich hoch.
Anhand der Checkliste zur Modernisierung Ihrer Heizungsanlage, welche bei den Stadtwerken Greifswald ausliegt, können Ihnen Lösungsmöglichkeiten durch Ihren Vertragsinstallateur aufgezeigt werden. Stellen Sie Informationen zu Ihrer derzeitigen Heizungsanlage, Bausubstanz und Ihren Wünschen zusammen.
Welcher Ort ist für die Montage der Heizungsanlage geeignet?
Grundsätzlich bieten die Hersteller von Heizungsanlagen verschiedenste Gerätetypen an. Je nach dem zur Verfügung stehenden Platz können Kessel- oder wandhängende Geräte ausgewählt werden. Wandhängende Geräte haben den Vorteil, das sie besonders platzsparend sind und sich sogar im Dachbodenbereich installieren lassen.
Hat die Montage der Heizungsanlage im Dachbodenbereich Vorteile?
Vorteile liegen in der Art der Abgasführung und der damit einzusparenden Kosten für den Schornstein. Bei Brennwertgeräten empfiehlt sich die Dachaufstellung mit raumlufttunabhängigem Betrieb, wobei die Luftzuführung und Abgasführung über Stahl- Kunststoff- Doppelrohre erfolgt.
Ist bei Niedertemperaturgeräten ebenfalls ein raumlupftunabhängiger Betrieb möglich?
Bei Niedertemperaturgeräten ist ebenfalls ein raumluftunabhängiger Betrieb möglich. Hier sind allerdings spezielle Schornsteine erforderlich. Hier sollten Sie sich durch Ihren Installateur und Schornsteinfeger beraten lassen.
Welcher Speicher zur Warmwasserbevorratung ist ratsam?
Es gibt zwei Systeme. Der direkt beheizte Warmwasserspeicher mit eigenem Brenner und der indirekt beheizte Speicher, welcher vom Heizkessel beheizt wird. Im Hinblick auf den Wirkungsgrad, die Regelbarkeit und einer eventuellen solaren Nutzung ist der indirekt beheizte Warmwasserspeicher dem direkt beheizten vorzuziehen. Die indirekt beheizten Speicher gibt es in verschiedenen Größen. Je nach Inhaltsgröße gibt es die Möglichkeit des aufgesetzten, des untergesetzten, des nebenstehenden oder wandhängenden Speichers.
Wozu eine Zirkulationsleitung mit Zirkulationspumpe?
Die Zirkulationsleitung mit Zirkulationspumpe soll garantieren, dass warmes Wasser auch an der vom Speicher am weitesten entfernten Zapfstelle ansteht. Um Wärmeverluste zu minimieren, müssen auch Zirkulationsleitungen isoliert sein. Aus Gründen des Wärmeverlustes sowie des Energieverbrauches der Zirkulationspumpe sollte diese zeitlich gesteuert sein.