Stadtwerke Greifswald ziehen positive Bilanz
Die ganze Palette der Versorgungs- und Entsorgungsdienstleistungen aus dem Hause der Stadtwerke stand auch 2007 jeder Zeit ausreichend und sicher zur Verfügung. Die Stadtwerke behaupten sich im Energiemarkt und verkauften erneut mehr Strom, aber witterungsbedingt weniger Wärme und Wasser. Das Freizeitbad und der Stadtbusverkehr wurden insgesamt weniger genutzt.
Seit dem Jahr 2000 reduzierte sich die Beschäftigtenzahl des Konzerns von 330 auf aktuell 288. Optimierte und verschlankte Strukturen bei effektiv eingesetzten und zugleich motivierten Mitarbeitern ermöglichen bei gleichbleibend hohen Qualitätsansprüchen überdurchschnittliche Leistungen. Dazu hat auch die Einführung und konsequente Entwicklung des Qualitätsmanagementsystem mit erfolgreicher Zertifizierung beigetragen.
Trotz des zunehmenden Wettbewerbs auf dem Energiemarkt stieg der Stromabsatz im Berichts-jahr um 2,6 Prozent zum Vorjahr auf rd. 176 Gigawattstunden. Der Gasabsatz lag um 5,4 Prozent unter dem Vorjahresergebnis bei 612 Gigawattstunden. Während der Wintermonate blieben die Außentemperaturen deutlich über dem durchschnittlichen Mittel der Vorjahre. Viele Stadtwerkekunden erhielten mit der Jahresrechnung Rückerstattungen. Bei gleichem Verbrauch, erzielten Gaskunden Kosteneinsparungen bis zu 15 Prozent.
In 2007 verkaufte die Gassparte über die OIL-Tankstelle 1,7 Millionen Kilowattstunden (kWh) CNG Erdgas und 2 Millionen kWh Autogas. Dies entspricht einen Wärmeabsatz für ca. 200 Einfamilienhäusern.
19.000 Wohnungen in Greifswald sind an die Fernwärme angeschlossen und erhalten Heizungs-wärme und Warmwasser. Etwa 62 % des Gesamtwärmebedarfes der Stadt wird in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen der Stadtwerke produziert. Der Wärmeabsatz 2007 mit 201 Gigawattstunden blieb um 6 Prozent unter der nutzbaren Abgabe des Vorjahres.
Auch der Wasserabsatz sank um 6,3 Prozent auf 2.932 Millionen Kubikmeter. Dies wird mit dem Verbrauchsverhalten der Kunden während des mehr oder weniger verregneten Sommers 2007 begründet. Im Durchschnitt verbrauchen die Kunden etwa 122 Liter Wasser pro Tag und Person und liegen damit um etwa drei Liter unterhalb des Verbrauchsdurchschnitts in Deutschland.
Das Freizeitbad in der Pappelallee verzeichnete 2007 eine Besucherzahl von fast 190.000, die damit um etwa 3.000 Besucher über dem Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre lag. Lediglich 2006 fiel das Besucheraufkommen höher aus.
Der Stadtbusverkehr beförderte im Berichtsjahr rund 1,58 Mio. Fahrgäste und damit 7,6 Prozent weniger. Mit dem Inkrafttreten des neuen Fahrplanes reduzierte sich das Angebot um 2 Linien und das Streckennetz auf 67,2 km.
Im Geschäftsjahr hatte die Greifswald Entsorgung ein Abfallaufkommen von insgesamt 60.299 t zu bewältigen. Das sind 0,3 Prozent mehr als im Vorjahr. Der Mengenanteil, der einer Wiederverwertung zugeführt werden konnte, liegt mit 62,5 % nahezu auf dem Niveau des Vorjahres.
Millionen in die kommunale Infrastruktur investiert
6,4 Millionen Euro flossen im vergangenen Jahr durch die Unternehmensgruppe Stadtwerke Greifswald in die kommunale Infrastruktur. Die Versorgungsnetze wurden verdichtet und erweitert. Vorhan-dene Anlagen wurden erneuert und modernisiert.
Die Stromsparte investierte im Mittelspannungssektor in Erneuerungs- und Erweiterungsvorhaben der Stadt im Rahmen ihrer planmäßigen infrastrukturellen Veränderungen. Außerdem wurden Trafostationen/Schaltanlagen und 184 neue Hausanschlüsse errichtet.
Bei der Gassparte lag der Schwerpunkt auf der Sanierung vorhandener Altsysteme sowie der Erweiterung des Netzbestandes durch die Erschließung städtischer Baugebiete in der Universitäts- und Hansestadt Greifswald. Insgesamt gingen 79 neue Hausanschlüsse an das Versorgungsnetz. Auch im Bereich der Fernwärme wurde das vorhandenen Versorgungsnetz erweitert.
Die Wasserwerke investierten schwerpunktmäßig in die Erweiterung und den Ersatz des Leitungsnetzes sowie in den Bereich Beschaffung und Druckreglerstationen.