Hohe Energieeffizienz durch Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung
Die Technische Universität Dresden zertifizierte die Primärenergiefaktoren- also das Verhältnis von eingesetzter Primärenergie zu abgegebener Endenergie- der Greifswalder Fernwärmesysteme.
Das für die Fernwärme in Greifswald überwiegend angewandte Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung wirkt sich vorteilhaft aus, denn der gesparte Verbrauch an Primärenergie durch die gleichzeitig erzeugte Strommenge wird von dem primärenergetischen Aufwand für die Fernwärmeerzeugung abgezogen.
Das Zentrales Fernwärmenetz mit dem Wohngebiets- und Altstadtnetz weist aktuell einen Primärenergiefaktor von 0,951 aus. Der Anteil in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Wärme beträgt dabei 68,9 Prozent.
Damit können Planer bzw. Hauseigentümer Anlagentechnik und Gebäudewärmeschutz gemäß der Energiesparverordnung ökologisch, wie ökonomisch optimieren. Gegenüber einer herkömmlichen fossilen Wärmeversorgung ergeben sich deutliche Kostenvorteile bei der Gebäudesanierung bzw. beim Neubau da geringere Aufwendungen für Wärmeschutzmaßnahmen erforderlich sind. Je günstiger – also je niedriger - der Primärenergiefaktor ist, der bei der Energieversorgung eines Gebäudes ausgewiesen wird, desto niedriger sind die gesetzlichen Anforderungen an die Dämmung von Dach, Fenstern und Wänden.